Stimmung kommt von Stimme und bedeutet : Seid lauter!!!!

09.10.2019

Stimmung kommt von Stimme und bedeutet : Seid lauter!!!!

Werte Leserschaft 

Kennen auch Sie das Gefühl von „Warum bin ich hier?“ und „Was zur Hölle?“ So muss es einem größeren Teil der treuen Fans ergangen sein, die sich ihren hart erkämpften Sonntagnachmittag am 6.10.2019 in der Heimhalle ihres Lieblingsvereins, der SKV Rutesheim, um die Ohren schlugen. Dort fand das Spiel der Damen 2 des genannten Vereins gegen die Damen des CVJM Dußlingen-Gomaringen ( und hier musste die freie Autorin dieser Zeilen erst einmal auf die Suche gehen, wo diese Ortschaften liegen: unterhalb von Tübingen, ziemlich jwd) statt. Während die Fans sich auf den Rängen warm tranken und die Spielerinnen beider Damenteams sich warm liefen, glänzte der Schiedsrichter durch Abwesenheit. Die Zeit des Anpfiffs verstrich und auf den Rängen wurde es unruhig, der Nachmittag war schließlich schon deutlich voran geschritten und der ein oder die andere hatten Termine zum Abendessen. Da kann doch so ein Spiel nicht einfach später anfangen! Der Hunger warf zum ersten mal die Frage der eigenen Anwesenheit in der Halle auf, welche sich jedoch mit dem Erscheinen eines Bamm-Bamms, der seinen freien Sonntag zu Gunsten des Spiels sausen ließ, verdrängen ließ. Bamm-Bamm, der Bär mit dem Wesen eines Einhorns, Retter der Spiele ohne Schiedsrichter, fackelte nicht lange und pfiff mit nur 30 Minuten Verspätung an. Was man beiden Teams zu Gute halten muss ist, dass die Abwehrleistung stark war. Ich schreibe jedoch für die SKV, daher interessiert mich die Abwehr des CVJM herzlich wenig. In den ersten 15 Minuten lieferten sich beide Damenmannschaften ein Kopf an Kopf rennen, es stand 5:4. Dann hielt die Abwehr der SKV etwas besser und die Chancenverwertung am gegnerischen Tor funktionierte, so das das Team sich bis zur Halbzeit mit 10:5 Toren absetzen konnte. In der Halbzeitpause, während die Fans sich bereits nach Abendessen und Netflix sehnten, fand in der Kabine der SKV folgendes statt: Das Team hatte sich bereits im Vorfeld darauf geeinigt, einen Kabinen DJ zu engagieren, der ihnen während der zehn Minuten ordentlich einheizen sollte. Dazu gab es Bier vom Fass und gebratene Schweinshaxen (für die Veganer wurde ebenfalls gesorgt: es gab Moos im Blätterbett garniert mit frischer Rinde vom Eichenbaum an Gräsern a la Provence), schließlich sollte ordentliche Wasenstimmung aufkommen. Die Stimmung war ausgelassen, schließlich hatte Frau sich extra in Zehn-Minuten-Dirndl gezwängt. Diese Kabinenparty erklärt im übrigen die zweite Halbzeit, in der es nicht mehr ganz so lief. Zwar konnten in den nächsten zehn Minuten noch zwei weitere Tore erzielt werden, doch die Dusslingerinnen warfen sich Tor um Tor heran. Spätestens beim Spielstand von 12:10 in der 46sten Minute fragte sich der werte Fan auf der Tribüne „Was zur Hölle???“. Doch ist es nicht Aufgabe des Fans, dem Team auch in solchen Situationen die Stange zu halten, anstatt der Sucht des Nikotins vor der Türe zu frönen? Bestimmt fragt sich der ein oder die andere in solchen Situationen, warum er, sie, es in die Halle gekommen ist, doch seien wir mal ehrlich: gezwungen wurde niemand! Alle Zuschauer waren aus freien Stücken da (nehmen wir die Kinder mal aus) um ein Spiel der Damen 2 zu sehen, die in dieser Saison eine Klasse höher spielen. Um sich dort zu etablieren braucht es etwas Zeit. Zeit, sich einzuspielen, Zeit an sich zu arbeiten und Zeit, die neuen Gegnerinnen kennen zu lernen. Und diese Zeit sollte jeder Fan dem Team geben, auch wenn sich manch ein Spiel zieht wie alter Kaugummi. Dann wird man damit belohnt, dass die Abwehrleistung in den letzten zehn Minuten so gut passt, dass nur noch drei Tore von den Gegnerinnen erzielt werden können, während die eigene Damenmannschaft mit 17:13 gewinnt. Werte Leserschaft, einmal mehr hat das Team gezeigt, warum es zu Recht aufgestiegen ist und in die Bezirksklasse gehört. Nach drei Spielen steht es auf Platz vier in der Tabelle und das ist Grund genug um sich zu freuen, der Damenmannschaft die Treue zu halten und bei allen noch kommenden 15 Spielen mitzufiebern.  Mädels, ihr habt gewonnen und das zu Recht. Ihr habt riesen Potential aus dem ihr schöpfen könnt. Habt das Selbstbewusstsein und zeigt was in euch steckt, wir glauben fest an euch! Vielen Dank an das Tisch-Team Sassi Leiss und Steffi Baum. Und extra vielen Dank mit Sahnehäubchen und Kirsche oben drauf an Fabian Kersten, alias Bamm-Bamm, ohne den das Spiel im Eimer gewesen wäre!!!   

Es spielten: Natascha Schmidt (TW), Martina Mattes, Jadi Glavas, Melanie Krohn(1), Larissa Levers (2), Sophia Kugel, Valle Rebuli, Semira Kugel (10), Sarah Tsiaussis(2), Nina Rothenbächer, Sassi Burk (1) und Melissa Rapp(1) Die Bank drückten: „O´zapft isch“-Bolay und „Haxn-Schorsch“-Weber zusammen mit der reizenden „Miss Kabinenwasn“ Feigl